Bettungsreinigungsmaschinen – ein großgeratenes Spielzeug

Gestern Abend haben ein paar Kumpels und ich eine Bettungsreinigungsmaschine gesehen und haben es uns nicht nehmen lassen, das gute Stück mal genauer anzusehen. Dieses Gerät ist für die Reinigung des Gleisbetts der Bahnlinien zuständig. Anhand dieser Beschreibung lässt sich schon erkennen, dass die Ausmaße der Maschine nicht gerade klein sind. Geschätzte 200m war der gesamte Zug lang und bestand aus den verschiedensten Gerätschaften.

Wir haben uns gestern Abend mal zusammengereimt, wie es funktionieren muss, die korrekte Funktionsweise kann sich davon leicht unterscheiden. Um diese zu erläutern, muss man kurz vor dem Zugende anfangen, wo der eigentlich Zauber passiert. Dort wird zunächst das Gleisjoch (also die Gleise samt den Holzstücken, die sie verbinden) angehoben. Mit dem Weiterfahren des Zuges wird unter den Bahngleisen der komplette Unterbau rausgefräst und nach oben abtransportiert. Das Fräsen ist schon recht spektakulär, die beiden rechten Bilder zeigen, wie sich das Gerät langsam unter dem Gleis durchschiebt.

Dort wird der Schotter gerüttelt und vom Abraum befreit. Dies sind vor allem kleine Steine und Steinstaub gewesen, was wir so gesehen haben. Der Abraum wird dann über die verschiedenen Waggons nach „vorne“ Transportiert, sodass sich bei steigender Wegstrecke die Waggons von Zugkopf bis Zugende kontinuierlich füllen.

Der übrig gebliebene Schotter wird dann wieder in das Gleisbett eingefüllt, woraufhin das Gleisjoch wieder abgelassen wird. Im rechten Bild sieht man auch recht schön (da ist der Arm zum Einfüllen des Schotter grad nach hinten geschwenkt), wie stark die Gleise angehoben werden.

Anschließend rollt ein Wagen mit 20000T (Ja kein Tippfehler) rüttelnd über die Bahngleise. Das Rütteln hatte uns am Bahnsteig auch deutlich mitgeschüttelt 😉

Nettes Spielzeug 😉

PS: Danke an S. für die Sony A700!