Wie schon seit einigen Tagen bekannt  ist, hat Google nun endlich den Support von Java in der Google App Engine  aktiviert. Mit kostenlosen 500MB Speicherplatz und 5 Mio Requests pro Monat kann man erstmal ein wenig herumspielen. Benötigt man mehr, so gibt es natürlich auch die Möglichkeit für kostenpflichtige Upgrades. Es sind derzeit folgende Services (neben dem Hosting von Java-Webapplikationen) vorhanden:

  • Datastore API: Damit können Objekte durch eine schemalose low-level API oder über JDO gespiechert werden.
  • Images API: Verschiedene Transformationen auf Bildern
  • Mail API: Versenden von Emails
  • Memcache API: Caching von aufwändigen Datenstrukturen oder Berechnungsergebnissen
  • URL fetcher API: Um entfernten URL-Content zu holen
  • User-API: Authentifizierung von Nutzern mittels Google Accounts

Google hat im Rahmen einer Promotionsphase für die ersten 10.000 Anmeldungen  den Java-Support freigeschalten. Für den folgenden Artikel benötigt man einen solchen Account.

Das Deployment auf die Cloud von Google erfolgt über das SDK  oder wahlweise über ein Plugin für Eclipse. Ich habe mich für letzteres entschieden, was ich hier kurz beschreiben möchte.

Hierzu geht man auf “Help” -> “Software Updates” und fügt im Reiter “Available Software” über “Add Site” die Updatesite:

http://dl.google.com/eclipse/plugin/3.4

2896-eclipse-01

  • Google Plugin for Eclipse 3.4
  • Google App Engine Java SDK

Wenn man will, kann man natürlich noch den GWT-Toolkit mitinstallieren. Nach einem Klick auf “Install” werden die gewünschten Funktionalitäten sowie deren Abhängigkeiten heruntergeladen und in Eclipse installiert.

Nach der Installation kann man nun ein Web Project erstellen, welches für die Google App Engine geeignet ist. Dies geht über “File” -> “New” -> “Web Application Project” oder den Button 2896-eclipse-03. Ich empfehle mal das “Getting Started” von Google durchzuführen, wenn man alle Schritte anhand einer Beispielapplikation durchgehen möchte.

Hat man nun fertig programmiert, so kann man das Projekt zu Google hochladen, d.h. “deployen”. Für das Deployment zur Google App Engine gibt es einen Knopf in eclipse, 2896-eclipse-02. Bevor man da aber drauf klickt, muss man zuerst eine Applikation in der Google App Engine  erstellen und die erhaltene Application-ID in der appengine-web.xml zwischen eintragen. Wenn man nun auf den oben angesprochenen Button drückt, fragt Eclipse nach den Daten des Administrators (E-Mail und Passwort) und lädt die Daten des Verzeichnisses war/ zur Google App Engine hoch.

Einige Features des App Engine SDK sind nur über die Kommandozeile verfügbar. Dieser muss, wenn man das Plugin für Eclipse installiert hat, nicht extra heruntergeladen werden, die entsprechenden .bat- und .sh-Dateien befinden sich dankbarerweise bereits in plugins/com.google.appengine.eclipse.sdkbundle_VERSION/appengine-java-sdk/bin/ (VERSION hierbei selbst durch die aktuelle Version des SDK ersetzen).