Diese Anleitung bezieht sich auf fun_plug’s der Versionen 0.3 und 0.4

Die Anleitung für 0.5 befindet sich hier. Auf dem CH3SNAS läuft ein kleines “Linux” mit einer vollständigen Konsole ;) Diese können dank einem interessanten Feature namens “fun_plug” um diverse Zusatzfunktionalitäten wie Webserver, SSH-Server und Rsync (für Backups) erweitert werden.

Das “funplug” ist eine, auf der Festplatte abgelegte Datei, welche bei jedem Startup des Geräts ausgeführt wird. Ein findiger Entwickler aus Berlin namens “fonz” hat über DNS-323-Forum eine Erweiterung vorgestellt, welche diese Datei nutzt, um zusätzliche Software, wie lighttpd (mit PHP 5.2!)oder Lüftersteuerungen zu starten.

Achtung Die untenstehenden Anweisungen wurden für das fun_plug V0.3 bzw V0.4 geschrieben. Sollten Sie V0.5 einsetzen wollen, so müssen die Anweisungen hier verwenden!

Die Erweiterung kann man von seinem Repository downloaden (V0.3) downloaden (V0.4), dort gibt es auch die ausführliche README (V0.3) README (V0.4) mit einer ausführlichen Installationsanweisung.

Ich stelle nachfolgend meine persönlichen Erfahrungen beim Einsatz dieses fun_plugs sowie eine eingedeutsche Installationsanweisung bereit. Zudem weise ich darauf hin, dass ich nicht für eventuelle Schäden, Datenverluste oder andere Probleme haften werden. Das Verwenden dieses Artikels geschieht auf eigene Gefahr!

Zuerst aus dem Repository die Datei funplug-0.3.tar.gz funplug-0.4.tar.gz runterladen, entpacken und die Dateien ins Hauptverzeichnis der ersten Festplatte ablegen. Anschließend das CH3SNAS rebooten.

Nach dem Reboot ist automatisch telnet aktiviert. Zunächst sollte man sich nun mit einem geeigneten Telnet-Programm (unter Linux einfach nur “ssh”, unter Windows verwende ich Putty) auf dem NAS einloggen.

Login: root Passwort sollte keines verlangt werden

Als eine der ersten Aktionen habe ich das root-Passwort geändert. Dazu muss als erstes das folgende Command ausgeführt werden:

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echo "root::0:0:99999:7:::" >>/etc/shadow

Anschließend ein “passwd” in die Konsole eintippen, woraufhin der Anwender zweimal nach dem neuen Passwort gefragt wird. Damit nun das Passwort persistent im Speicher des NAS gespeichert wird, muss das folgende Command ausgeführt werden: store-passwd.sh Bitte stelle sicher, dass du store-passwd.sh ausgeführt wurde! Lieber zweimal als gar nicht!

Auf der Festplatte (Bei mir unter “/mnt/HD_a2/”) ist ein Verzeichnis namens “fun_plug.d” angelegt worden. Darin befindet sich ein Unterverzeichnis “start”, in dem verschiedene Startdateien für diverse Dienste liegen. Geht man nun via Telnet in dieses Verzeichnis ("cd /mnt/HD_a2/fun_plug.d/start/"), so stellt man fest, dass nur wenige Dateien ausführbar gekennzeichnet sind (chmod a+x). Genau diese Dienste werden bei Start des NAS bzw. bei der Ausführung des fun_plug gestartet. Ich persönlich bin kein Fan von telnet, jedoch wenn man dieses nutzen möchte und eine Authentifizierung stattfinden soll, muss man eine Datei editieren. Im Verzeichnis “fun_plug.d/start” liegt die Datei telnetd.sh. Editieren Sie diese, sodass die Kommentarzeilen getauscht werden, also statt:

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2
LOPT="-l ${BINDIR}/sh"
#LOPT="-l ${BINDIR}/login"

folgendes steht:

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2
#LOPT="-l ${BINDIR}/sh"
LOPT="-l ${BINDIR}/login"

Nun möchte ich SSH aktivieren und Telnet deaktivieren. Daher setze ich chmod a+x dropbear.sh, um den Dropbear SSH-Server ausführbar zu machen und daher beim Systemstart mitstarten zu lassen. Vorsichtshalber habe ich den Telnetserver noch einen Reboot mitlaufen lassen (nur zur Sicherheit, dass ich auch garantiert wieder rein komme). Anschließend habe ich “chmod a-x telnetd.sh” ausgeführt, damit dieser nicht mehr gestartet wird.

Weitere Software kann man einfach installieren, indem man diese aus dem Repository herunterlädt und auf dem NAS ablegt. Nun muss man sich per SSH/Telnet auf dem NAS einloggen und mittels:

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funpkg.sh /pfad/zum/paket/name.tgz

installieren.

Zum Schluss dieses Artikels sollte nun auf Ihrem NAS funplug-0.4 funktionstüchtig sein.