Ich habe eine Anwendung für den Raspberry (Ich verwende das Model B in der Version 2), welche etwas neuere Pakete benötigt als diese Debian wheezy und damit das aktuelle Raspbian Image bietet. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht, wie man Debian jessie schnellstmöglichst als minimal-image (d.h. ohne X-Komponenten). Fündig wurde ich bei raspbian-ua-netinst.

Los gehts mit einer mindestens 512MB besser 1GB grossen (micro-)SD-Karte, welche als Fat32 formatiert sein sollte (Ich hatte gleich 8GB verwendet). Danach steht ein Besuch der Webseite an, bei dem das aktuelle Release heruntergeladen werden sollte. Je nach Plattform mit welcher das Image eingespielt wird (siehe Readme) muss man dabei dann unterschiedliche Downloads verwenden. Ich als Windows-Anwender nehme das ZIP-File.

Nach Entpacken auf die Speicherkarte muss nun eine Datei namens “installer-config.txt” angelegt werden, welche die Installation auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Die wichtigste Zeile ist dabei:

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release=jessie

Ich habe zudem noch ein paar Zeilen mehr hinzugefügt, sodass es am Ende so aussah:

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release=jessie
hostname=raspi
rootpw=hFbyekgYT5DBf9It6REC

Achtung: Das Root-Passwort braucht man später dann - ich würde mir daher die Daten zusätzlich in meinem Passwortsafe ablegen.

Dann die Speicherkarte in den Raspberry und starten - nun wird das System aufgesetzt. Wenn man den Raspberry an einem Monitor angeschlossen hat, kann man den Fortschritt verfolgen. Nach etwa 15-20 Minuten kann man dann die weiteren Konfigurationsschritte wie in der Readme beschrieben, durchführen.

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dpkg-reconfigure locales
dpkg-reconfigure tzdata
apt-get install raspi-copies-and-fills rng-tools

Editiere dann noch /etc/modules und füge die Zeile:

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bcm2708-rng

ein, damit der Zufallszahlengenerator in der Hardware verwendet wird. Als letztes kann man, sofern genug Platz auf der SD-Karte ist, noch ein Swap-File einrichten. In diesem Fall mit 512MB:

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dd if=/dev/zero of=/swap bs=1M count=512
mkswap /swap
echo "/swap none swap sw 0 0" >> /etc/fstab

Ich habe danach dann noch einige Pakete installiert, die ich als sinnvoll befand:

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apt-get install nano apt-utils

Das wars :)