Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, wie denn eigentlich mein damaliger Bassshaker bzw. Bodyshaker-Aufbau aussah und welche Komponenten ich dazu verwendet hatte. Dem komme ich natürlich gerne nach, der hier beschriebene Stand ist von Ende August 2011. Der Beitrag ist unterteilt in die Beschreibung der verschiedenen Komponenten, vielleicht hilft es ja noch jemandem ;)

Shaker

In der L-Couch waren 9 Bassshaker von Pollin  verbaut, von denen jeder rund ~1,5KG Schwingen Lässt (Dank Shaker-Tuning). Diese werden von einer 400W Mono-Endstufe angetrieben und erhalten ihren Ton von meinem Verstärker durch ein Effektgerät über eine Frequenzweiche. Die Position der Shaker sieht man hier:

Heimkinoaufbau

Wie man erkennen kann, sind die Sitzflächen relativ gut mit Shakern bestückt. Werfen wir mal einen Blick in die Couch:

Aufbau der Bassshaker in der Couch
Aufbau der Bassshaker in der Couch
Aufbau der Bassshaker in der Couch

Was kann man in diesen Bildern sehen:

  • Aufbau der Shaker in der Couch: Ich habe zunächst eine zusätzliche horizontale Holzplatte in der Rückenlehne eingezogen, die lediglich die Shaker mit der Couch verbindet. Ich rate hierbei eine, etwas stärkere Holzplatte (meine ist 2cm dick) und ordentliche Winkel (siehe Bilder) zu nehmen, da diese Platte die Vibrationen auf die Couch überträgt und diese ja nicht an der Platte abgebaut werden sollten. An dieser Holzplatte hängen die Shaker mit den Gewichten.
  • Das mittlere Bild zeigt die Couch auf Waschmaschinenmatten, welche die Vibrationen der Couch vom Boden weghalten und ein Schwingen der Couch erlauben. Künftig soll die Couch dann auf einem Podest stehen, sodass auch die Füße mitvibrieren können und die Couch fast “unsichtbar” schwebend gelagert ist.
  • XLR-Steckverbinder: Die Couch besteht aus 3 Teilen, die getrennt voneinander bewegt und aufgebaut werden. Natürlich sollte man das auch in der Verkabelung berücksichtigen und entsprechend Steckverbinder nutzen. Da die Couch vibriert sollte man Steckverbinder nutzen, die sich nicht leicht lösen und somit beispielsweise aus dem Studioeinsatz stammen. Daher die XLR-Stecker, diese können nicht herausfallen und bieten eine vernünftige Schnittstelle für die Verbindung.

Warum habe ich 9 Shaker verwendet? Nun das hängt mit der Impendanz zusammen, die sich bei Parallelschaltung halbiert und bei Reihenschaltung verdoppelt. So habe ich jeweils 3 in Reihe geschalten und diese drei Baugruppen dann parallel an den Verstärker angeschlossen. So blieb die Impendanz bei 4 Ohm, was für die von mir verwendete Endstufe optimal war.

T.AMP S-150 - Behringer Composer

Verstärker

Ich habe mich bei den Verstärkern bei den Endstufen im Mono-Bereich umgesehen und mich dabei für den THE T.AMP S-150  entschieden. Dieser bietet gebrückt bei 4 Ohm ganze 400W Sinus-Leistung und benötigt dabei dank der Konvektionskühlung keinen Lüfter. Da er aus dem PA-Bereich stammt, ist das Gerät im 19"-Format und bietet an der Rückseite die Stecker neben den Bananen- und Klinkenbuchsen auch die Speakon- und XLR-Buchsen, welche die Kabelverbindungen deutlich besser sichern.

Effektgerät

Ich habe zusätzlich einen Behringer Composer eingesetzt, um die Bässe etwas zu intensivieren und “runder” zu machen.

Frequenzweiche

Die Frequenzweiche HYN-250 sorgt dafür, dass die Shaker nur mit einem minimalen Bereich von bis zu 40-50 Hz bespielt werden, was verhindert, dass die tiefen Stimmen aus den Filmen plötzlich aus der Couch sprechen. Zusätzlich ist ein leichter Booster fürs Signal bereits enthalten, was den Bass kraftvoller wirken lässt. Die Frequenzweiche gibt zudem den Basskanal zusätzlich auch unverändert nochmal mit aus, sodass man für den Subwoofer keine Besonderheiten Richtung Impedanz erwarten muss (Parallelschaltung am Verstärker). Einziges Manko: Die Frequenzweiche hat eine LED, die leuchtet, das sollte man beim Einbau zuvor beachten.