S-ATA Festplatten via PCMCIA am Laptop betreiben

Ich hab bei mir das Problem, dass ich nur eine 80GB Festplatte im Laptop habe, welche schnell voll wird. Da mir aber USB2.0 zu langsam und laggy ist, habe ich nach einer anderen Lösung gesucht. Firewire schied aus, da ich keine Testberichte dazu finden konnte, also habe ich mich weiter umgesehen und bin auf eine spezielle Lösung gestossen…

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PCMCIA ist so schnell wir das normale PCI, Zitat Wikipedia:

Cardbus: 32 Bit Datenbus. Gegenüber PCCARD16 besitzen sie einen zusätzlichen, meist goldenen Kontaktstreifen auf der Oberseite. Das Protokoll von Cardbus-Karten ist an PCI angelehnt, der Bustakt liegt bei 33 Mhz und ist damit mit PCI-Karten vergleichbar (max. 133 MB/s). Cardbus-Karten werden stets mit 3,3 Volt betrieben. Sie erlauben Busmastering, was die Prozessor-Belastung während der Datenübertragung verringert.

Meine Lösung ist nun folgende:
Zunächst habe ich eine PCMCIA-Karte gekauft, die einen S-ATA Controller onboard hat:

Ihre Daten:

  • Ausgestattet mit 2 High-Speed 7P Serial ATA Ports.
  • Arbeitet parallel zu dem bereits existenten Mainboard-Festplatten-Controller.
  • Tadellose HOT-Plugging Unterstützung (Nicht bei RAID).
  • Platten > 137 GB werden unterstuetzt.
  • RAID 0 – RAID 1 werden unterstuetzt.
  • Ausgeruestet mit dem Testsieger Silicon Image 3112
  • PCMCIA 32-Bit Karte (Wie PCI-Bus im normalen PC)

Der Einbau gestaltet sich relativ einfach (wer hätte das gedacht…):

Nun zum Festplattengehäuse:
Meine Wahl ist auf das Fantec DB-35US gefallen, da es folgendes bietet:

  • Festplattenanschlüsse: IDE & SATA
  • Ausgänge: SATA (Nur für SATA-Platten) und USB (IDE / SATA)
  • Aktiver Festplattenkühler

Lieferumfang:

Ausbau als SATA oder als IDE Gehäuse:

Nun aber mein wirklicher Kritikpunkt am Gehäuse:

Wie erkennbar ist, muss man jedesmal, wenn man von SATA=>SATA auf SATA=>USB2.0 umschalten will, das Gehäuse öffnen und den SATA-Stecker umstecken. Ist natürlich einfach für den Hersteller, kein Stress mit Schalter oder was auch immer ABER für einen Preis von knappen 50€ kann man erwarten dass ein kleiner Drehschalter drin ist, den man per Drehung von USB auf SATA umschalten kann. Derzeit ist also immer nur SATA=>SATA aktiv, wenn ich zu einem Kumpel die Festplatte mitnehmen will, muss ich auch nen Schraubenzieher oder mein Laptop mit dem PCMCIA-Controller dabei haben. Sehr schwach! Werde ich wohl beizeiten noch selbst nachrüsten.

Zur Kühlung: Reingezogen wird von vorne (siehe weiter unten), hinausgepustet wird hinten unter den Anschlüssen. Kühlung funktioniert bestens, 24 std Test-Dauerbetrieb und die Festplatte ist nicht mal Handwarm.
Auch hier wieder ein Kritikpunkt: Der Lüfter ist nicht regelbar bzw so laut dass er mit der Zeit nervt, auch hier werde ich wohl einen 5/7/12V Umschalter einbauen müssen.

Anschlüsse Rückseite & Gehäuse in Aktion:

So siehts dann aus, unter meinem Computertisch ist der alte Tasterturauszug, auf dem nun die Festplatte ganz gut liegt:

Fazit:

  • PCMCIA-Karte:
    • 5/5 Punkten
    • Hat alle Erwartungen erfüllt
    • Die Transferraten liegen auf normalem SATA-Niveau
  • Festplattengehäuse:
    • 3/5 Punkten
    • Positives: Ausreichende Kühlung, Schönes Design
    • Negatives: Kühlung zu laut, Keine Umschaltung von SATA- auf USB-Ausgang ohne Werkzeug möglich
  • Sonstiges
    • Das Sata-Kabel nervt natürlich (da bei mir auf der Maus-seite) ein wenig, habe es aber mit dem Tasterturauszug gut lösen können.

Links sieht man mal noch die Transferraten der Festplatte, sie sich eindeutig sehen lassen können, meine interne Festplatte ist definitiv langsamer als die S-ATA Festplatte. Wens interessiert: Verbaut habe ich eine Maxtor 6L300S0 mit 300GB, 16MB Cache und 7200rpm, schönes Ding, keine Probleme bisher.

Vielleicht hilfts jemand
Gruss
Uli

Veröffentlicht von

Uli

IT-Nerd und Admin

6 Gedanken zu „S-ATA Festplatten via PCMCIA am Laptop betreiben“

  1. Hiho Uli,

    Mich wuerde interessieren, wie viel du fuer das alles bezahlt hast und ob es auch keine Probleme unter Debian GNU/Linux gab. (Sarge oder Etch?)

    Greez
    Theo

  2. Hallo Theo,

    ich habe für die Karte rund 30 Euro bezahlt, die Festplatte hatte damals 100 gekostet und das Gehäuse(gabs nur wenige mit Lüfter & S-ATA) rund 40 Euro (soweit ich mich erinnern kann)

    Ich hatte die Festplatte unter Debian laufen, das ist ja ein normaler „Silicon Image“ Chipsatz darin, wie er auch in Computern teilweise intern zu finden ist.

    Ich denke der Portege wird einen Geschwindigkeitszuwachs erleben, da die interne Platte vermutlich nur mit 4200rpm arbeitet. Problem hierbei jedoch: Nimmt der auch schon 32Bit-Karten und kann er die geforderte Volt-Zahl? 🙂 Würd ich mich vorher erkundigen!

    Gruß
    Uli

  3. Auch heute noch gut zu lesender Testbericht. 😉
    Einzig:
    Ich empfehle dem Verfasser ein gutes Programm zum Üben der Rechtschreibung. 😀

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