Review des Apple TV 2nd Generation im Heimkino – Kommt endlich die Revolution im Handling?

Apple TV
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Vor einigen Wochen hatte Apple ein sehr geniales Gadget rausgebraucht, welches ich sehr interessant finde. Ich spreche vom Apple TV, einer kleinen Set-Top-Box von (wen wundert’s) Apple. Das Gerät ist als Streaming-Gerät ausgelegt und fügt sich in die heimische Apple-Landschaft ein. In diesem Artikel möchte ich kurz drauf eingehen, warum es in der neuen, zweiten Generation nun interessant fürs eigene Heimkino wäre.

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Das Gerät ist, für das was sich im Gehäuse verbirgt, relativ klein gestaltet. Apple nennt als Abmessungen eine Höhe von 2,29cm, eine Breite von 9,91cm und eine Tiefe von 9,91cm. Das Gewicht ist mir im Heimkino nicht ganz so wichtig, wird aber mit 270 Gramm angegeben. Ein Schelm wer dabei an das neue iPhone 4 denkt, welches etwas kleiner ist, aber auch kein Netzteil im Gehäuse hat. Interessanterweise befindet sich im Gehäuse auch gleiche Hardware wie in einem anderen Apple-Produkt, dem iPad. iFixit hat das Apple TV auseinander genommen und einige Details gepostet. So ist der gleiche Flashchip (Samsung K9LCG08U1M 8GB NAND), die gleiche CPU (Apple A4 K4X2G643GE) sowie der gleiche Wi-Fi/Bluetooth/FM Chip wie im Tablet verbaut. Seltsamerweise sind auf dem Board auch die Pins für den Apple-Dock-Adapter zu finden, dieser ist jedoch nicht als richtiger Anschluss ausgeführt. Auch wäre wohl noch ein freier Platz auf dem Board für einen zweiten Flashchip, sodass das Gerät mit 16GB ausgestattet werden könnte. Ramtechnisch sind 256MB zu finden, allerdings sagt dies alles wenig über die Leistung des guten Stücks aus.

Sieht man sich die Bilder von iFixit an, so sieht man, dass die Hardware dicht gestapelt wurde aber doch nur ein 6 Watt-Netzteil für die Versorgung braucht. Das ist schon sehr stromsparsam oder wie iFixit als Fazit schreibt:

Apple brags that when in standby mode, the Apple TV uses less power than a night light. We don’t suggest trying to use the status LED to illuminate your dark hallways, though.

Der niedrige Stromverbrauch macht sich natürlich im Heimkino schon ganz gut, wenn man bedenkt, dass der Rest des Heimkino unter Volllast schnell zu mehreren hundert Watt Stromkonsum neigt.

Kommen wir zu den Anschlüssen, wie lässt sich das Apple TV im Heimkino anstöpseln? Es sind auf der Rückseite mehrere Buchsen vorhanden:

  • HDMI Ausgang
  • Optischer S/PDIF Ausgang
  • 10/100Mbit Netzwerk Anschluss
  • Stromanschluss (100-240V)
  • Micro-USB für Service-Zwecke

Das Gerät ist also relativ gut ausgestattet. Was hier nicht zu sehen ist, ist noch die Möglichkeit das Gerät per N-WLAN mit dem heimischen Netzwerk zu verbinden. Im Regelfall wird man aber sowieso schon einen Switch im Hifi-Rack liegen haben (z.B. für den T-Home MR300 / Popcorn Hour A-110 oder die Playstation 3), sodass der Netzwerkanschluss sehr dankbar ist.

Hier noch die Präsentation des Apple TV:

Unter der Haube läuft auch ein iOS und es sind auch schon die ersten Hackversuche und die Installation von Apps erfolgreich gewesen. Dabei kommt natürlich der interne Speicher von 8GB zum tragen, der auch als Zwischenspeicher für Streaming dienen könnte.

Was meine ich aber mit der Revolution im Handling? Witzig wirds wenn iOS4.2 die AirPlay Funktion freischaltet, die es ermöglicht, Musik, Filme und auch Photos von iPhone, iPod und iPad auf den Apple TV zu streamen. In den jeweiligen Apps gibt es dann den Airplay-Knopf, der die Inhalte per WLAN an den Apple TV überträgt. So einfach ist das natürlich schon sehr interessant. Das ist schon eher dann auch tauglich fürs Heimkino, jedoch kann das Apple TV nur mit 720p und einer eingeschränkten Auswahl an Video- und Audioformaten „bestreamt“ werden. In den Ländern in denen Netflix die Leih-Flatrate anbietet ist Apple TV nochmal attraktiver, da kann man dann für wenig Geld alles Streamen, was im Fernsehen zu sehen ist. Sollte sich Netflix mit so einem Modell (8,99$ for all you can see) in Deutschland etablieren können, bin ich gerne unter den ersten Kunden. Momentan steht in Deutschland nur der iTunes-Store zur Verfügung, wo man sich die Filme für 2,99 € (SD) 3,99 € (HD) für 30 Tage ausleihen kann. Einmal gestartet, kann ein Film dann für 48 Stunden so oft angesehen werden wie man will.

Mein Fazit: Ein nettes Gadget, wenn man von den mobilen Apple-Geräten auf die Heimkinoanlage streamen will. Beispielsweise wäre Photos betrachten so schon sehr cool. Aber zum Filme schauen etwas zu wenig flexibel, da ist man doch sehr eingeengt von Apple. Blöd wenn man halt doch ein Android-Handy hat.

Quelle der Bilder

Veröffentlicht von

Uli

IT-Nerd und Admin

Ein Gedanke zu „Review des Apple TV 2nd Generation im Heimkino – Kommt endlich die Revolution im Handling?“

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