Zerlegen meines ersten Kofferservers – Klein, Leise und Blau…

2828-kofferserver-1Vor einigen Jahren hatte ich ein Projekt begonnen, auf welches ich heute noch ein bisschen stolz bin. Es handelte sich dabei um ein Modding-Projekt, genauer gesagt das einbauen eines Servers in einen Koffer. Sofort wird bei meinen Lesern der Gedanke aufkommen „Oh mann, das haben wir schon tausend mal gesehen…“. Das mag sein, aber zum einen ist der Server mittlerweile 6 Jahre alt und zum andere habt ihr das vielleicht nicht so klein gesehen 😉

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2828-kofferserver-2Ich habe das ganze in einen CD-Koffer für 100 CD’s eingebaut, was etwa 20*20*30cm entspricht und dabei vor allem auf die Lautstärke des Systems geachtet. So habe ich vier Arctic-Cooling-Lüfter zusammen mit einem Papst verbaut, welche allesamt Temperaturgesteuert liefen und zum Teil an das Mainboard ihre Daten zurückgeliefert haben. Hardwaremäßig verbaut hatte ich einen Celeron 600Mhz mit 512MB Ram und zwei Festplatten mit 120GB (Storage) und 40GB (System) Größe. Das Mainboard war aus einer Art Set-Top-Box und daher sehr klein. 2828-kofferserver-3Ein FCPGA-Sockel, 2 RAM-Bänke, 1 IDE-Anschluss, 1 Disketten-Anschluss und ein PCI-Sockel waren vorhanden, bei den Anschlüssen war für mich nur der Netzwerkanschluss entscheidend, man hätte aber auch den Server dank S-Video und Cinch-Video an einen Fernseher anschließen können. Gekühlt wurde der Celeron mittels eines (für damalige Verhältnisse) monströsen Kühlturms, welcher durch die Lüfter mitgekühlt wurde. Die Festplatten habe ich auch nicht ohne Kühlung belassen und diese mittels 4*6cm-Lüftern belüftet. Beleuchtet wurde das gute Stück dann noch mittels einer 10cm-Leuchtstoffröhre. Das es ein Server ist, durfte ein kleines Display für die Statusanzeige nicht fehlen und so war seitlich ein 4*20-Zeichen-Display verbaut, wo einige Werte ausgegeben wurden.
Gelaufen ist das ganze auf Gentoo und hat bis vor etwa 2,5 Jahren einwandfrei fast unhörbar seine Dienste verrichtet. Damals bin ich dann von der ganzen Servergeschichte weggekommen und habe mir externe Festplatten zugelegt, die das Storage übernommen hatten. Irgendwann habe ich dann für mich das Conceptronic CH3SNAS entdeckt und bin auf dieses umgestiegen, da ich zum einen S-ATA-Platten verbauen kann und es zum anderen weniger Strom verbraucht.

Warum schreibe ich nun vom Zerlegen? Nun, man sollte sich von Zeit zu Zeit vom Schrott trennen und daher wird dieser Server nun eingeäschert. Die Festplatten bekam mein Bruder für seinen neuen Rechner und die Lüfter werde ich in meinen (in kürze entstehenden) PC einbauen. Traurige Angelegenheit, da viel Herzensblut in diesem Mod steckt, aber es hilft ja nix 😉

Veröffentlicht von

Uli

IT-Nerd und Admin

4 Gedanken zu „Zerlegen meines ersten Kofferservers – Klein, Leise und Blau…“

  1. Egal, wie oft ich Casemods sehe, ich finde sie immer wieder toll.
    Deinen Server finde ich gut gelungen. Manchmal ist es Schade, dass die Technik so schnell voranschreitet…

    1. Da hast du allerdings recht. Schon alleine wenn ich vergleiche, was bei den CPUs momentan möglich ist und was vor 4-6 Jahren noch aktuell war…da liegen Welten dazwischen….

  2. Am schönsten ist immer noch der CPU-Kühl-Tower, der vermutlich sogar am meisten von den ganzen Teilen gekostet hat 😉

    Hier sitzt auch noch ein Rechner in einem Scanner und wartet auf Aufgaben… vielleicht bau ich ihn zum Druckerserver um 😉

    1. Letztendlich habe ich aber dafür dann auch keine Verwendung mehr. Übrigens kann das CH3SNAS auch USB-Drucker verwalten (auch wenns mein FS1000+ von Haus aus schon mit Netzwerk kann)

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