Review & Test des Teufel Concept E Magnum Power Edition

Wüchtig schlägt eine Bombe direkt vor der Couch ein und reißt dich mitten in den spannenden Zweikampf von Gut und Böse hinein. Klar und doch präzise kommt aus allen Richtungen eine brilliante Wiedergabe der Atmosphäre.

So in etwa geht es mir seit etwa anderthalb Jahren in meinem kleinen Heimkino. Seit diesem Zeitpunkt steht dort ein Teufel Concept E Magnum Power Edition (CEM PE), ein preiswertes 5.1 System der Firma Teufel. Im folgenden Review möchte ich einen Überblick über das System, die Anschlüsse und die Aufstellung geben.

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Das CEM PE besteht im wesentlichen aus einem aktiven Subwoofer, einem Centerlautsprecher und 4 identischen Satelliten. Dazu werden neben einer Bedienungsanleitung auch noch drei Stereo-Cinch-Kabel, drei Adapterkabel (3,5 mm-Mini-Klinke auf Stereo-Cinch) und 30 Meter Lautsprecher-Kabel mitgeliefert. Idealerweise benötigt man also im Regelfall keine weiteren Kabel.

Ein paar Worte zum Subwoofer zunächst. Dieser ist die erste Anlaufstelle für die Audioquelle und von dort aus wird der Ton verstärkt auch weiter an alle angeschlossenen Lautsprecher verteilt.

2207-cem_pe_amp_bigRückwärtig am Subwoofer sind neben einer gigantischen Kühlplatte auch die Anschlüsse für die Satelliten, die Zuleitungen sowie einige Schalter und Regler für Einstellungen angebracht. Wie oben auf dem Bild zu sehen (Bild © by Teufel), ist oben links ein Drehregler für die Phase des Subwoofers. Dieser Schalter bewirkt, ob sich bei einem Signalimpuls die Membran zunächst nach unten oder nach oben bewegt. Für den idealen Klang sollten die Membranen der Satelliten zur gleichen Zeit nach vorne bewegen wie die Membran des Subwoofer-Tieftöners und somit der Ton gleichzeitig am Hörplatz ankommen, weshalb eine Einstellung auf 0° anzuraten ist. Bei einer Aufstellung entsprechend der weiter noch beschriebenen Empfehlungen ist diese Einstellung die korrekte. Sollte der Subwoofer woanders im Raum stehen, kann eine Umkehrung der Phase sinnvoll sein.
Rechts davon befindet sich der Regler für die Trennfequenz des Subwoofers. Dies bedeutet, dass nur Frequenzen unterhalb dieser Herzzahl vom Subwoofer wiedergegeben werden. Im Regelfall sollte man diese auf 120 Hz einstellen. Wird dies jedoch durch Soundkarte oder AV-Receiver bereits übernommen, so sollte dieser Regler auf Vollausschlag gedreht werden, da sich sonst die verschiedenen Frequenzweichen in die Quere kommen.
Oben rechts befindet sich der Umschalter zwischen der verschiedenen Betriebsmodi. Es gibt drei verschiedene. „On“ steht für ein dauerhaftes Einschalten der Anlage, „Auto“ schaltet den Subwoofer bei ausreichend hohem Pegel ein, „Off“ schaltet alles aus.
Darunter sind sechs Anschlüsse für die Zuleitung des 5.1-Signals zum Subwoofer. Ich denke da gibt es nicht viel dazu zu sagen. Genausowenig wie zu den Klemmanschlüssen der einzelnen Satelliten darunter.

Auf der Front sind sieben Leuchtdioden, drei Druckschalter sowie ein IR-Empfänger. Die Leuchtdiode ganz links gibt dabei den Betriebszustand an. Rechts davon befindet sich „Mute“, da das Soundsystem auch über die Fernbedienung still geschalten werden kann. Die restlichen Leuchtdioden fünf Leuchtdioden dienen zusammen mit Schaltern zur Regulierung der Pegel der einzelnen Kanäle und der Gesamtlautstärke.

Mit einer Musik-Leistung von 450 Watt und einer Sinus-Leistung von 300 Watt verteilt das 250mm-Chassis des CEM 500 SW knallharte Schläge. Ich beschalle damit mein Heimkino, leider treten jedoch aufgrund des Bass-Reflexrohres mit beidseitiger Trompetenöffnung bei hohen Lautstärken gelegentlich unerwünschte Luftgeräusche auf. Dank der kleinen Abmessungen von 30*42*40cm (BHT) lässt sich der knapp 16kg schwere Subwoofer aber noch recht gut verstecken, bei mir passt dieser genau unter einen kleinen IKEA-Beistelltisch 😉

Möchte man den Subwoofer übrigens größer (=ohne Luftgeräusche) dimensionieren, muss man zur DPU-Technik greifen, also z.B. zum Teufel System 5. Einer meiner Lieblingsfilme für das Testen des Subwoofers ist der Film „Der Soldat James Ryan„. Wenn die Panzer rollen und die Gewehre abgefeuert werden, kommt das Teufel so richtig in Stimmung. Unterstützt von Bassshakern grummelt das mächtige 250mm-Downfire-Chassis höllisch vor sich hin und reist den Zuschauer direkt ins Kriegsgeschehen.

Kommen wir zu den Satelliten. In einer Größe von nur 9.50*13.00*11.50 cm (BHT) hat es Teufel geschafft sowohl einen 80mm Tieftöner (Konus) als auch einen 20mm Hochtöner im Gehäuse unterzubringen. Belastbar mit 40-70Watt bringen diese kleinen Boxen einen klaren, brillanten und doch druckvollen Klang hervor. Bei dieser Größe fallen die Lautsprecher im Wohnzimmer schon gar nicht mehr großartig auf. Meine Front-Satelliten habe ich (wie im Bild links) auf Lautsprecherständer gestellt, damit die Lautsprecher auf der Höhe des Höhrers angebracht werden.

Der Center verfügt mit 2*80 mm Tieftönern und einem 20mm Hochtöner über die richtige Dimension für den wichtigsten Lautsprecher während Filmen. Wiedergegebene Sprache ist klar und verständlich wahrzunehmen und gibt dem Zuschauer wirklich den Eindruck, dass die Leinwand sprechen kann 😉 Mit fast einem Kilo ist der 23,5*10*11,5 cm große Lautsprecher zwar schon ein Stück größer, jedoch für seine doch noch recht kleinen Abmessungen erstaunlich gut.

Kommen wir zur Aufstellung der Boxen. Wie schon im Beitrag zur Decoderstation 3 erwähnt, gibt es von Teufel (Bild © by Teufel) eine Empfehlung, was die Anordnung der Boxen betrifft. Der Subwoofer sollte vorne innerhalb der geraden Strecke zwischen den beiden Front-Satelliten aufgestellt werden, da dieser aufgrunf der Trennfrequenz von etwa 120Hz bereits im Raum zu orten ist. Wären die Satelliten beser in der Lage, tiefe Töne wiederzugeben oder nimmt man eine niedrigere Trennfrequenz, so ist er relativ frei bewegbar im Raum. Grundsätzlich sollte man diesen am besten so aufstellen, dass die Basswellen sich nicht gerade am Sitzplatz auslöschen. Ich habe meinen so aufgestellt, dass der Bass relativ ausgewogen an meiner Couch ankommt, was meines Erachtens wichtig ist. Ein Tipp noch: Da der Subwoofer auch die Zuführung von der Quelle benötigt, sollte man, um Störeinflüsse zu vermeiden, die Kabel dorthin möglichst kurz halten.

Der Center sollte, wenn möglich, direkt unter- oder oberhalb der zu betrachtenden Bildfläche auf den Betrachter ausgerichtet aufgestellt werden. Profis können auch schalldurchlässige Leinwände verwenden, um den Center direkt hinter der Leinwand sozusagen im Mund der Schauspieler zu platzieren. Sollte der Center sehr tief oder sehr hoch platziert werden, so sollte man diesen zum Betrachter hin etwas neigen.

Die beiden Front-Satelliten werden in Richtung des Hörplatzes ausgerichtet. Normalerweise stellt man diese, wie im Bild gezeigt, in einem Halbkreis bezüglich des Centers auf, ist aber nicht zwingend. Zudem ist die Höhe wichtig. Diese Lautsprecher sollten in der gleichen Höhe wie die Ohren am Hörplatz angebracht werden. Wie beim Center gilt: Werden diese zu hoch oder zu niedrig aufgestellt, so sollten diese angewinkelt aufgestellt werden.

Aufgabe der rückwärtigen Lautsprecher ist die Erzeugung eines diffusen Klangbildes als atmosphärische Unterstützung des Filmes. Daher muss für die Direktstrahler des Teufel Concept E Magnum Power Edition für eine direkte Ausrichtung auf den Hörplatz auf jeden Fall ein Abstand von einem Meter als Mindestabstand eingehalten werden. Muss man tatsächlich näher sitzen, so sollte man die Lautsprecher in den Raum richten, sozusagen „vorbei“ am Hörer.

Abschließend ein herzliches Danke an PaGo, der mir damals das Teufel Concept E Magnum gezeigt hat. Der Unterschied zur Power Edition ist übrigens die verringerte Verstärkerleistung im Subwoofer. Auf Dauer hilft nur Power 😉

Ich hoffe das Review hat weitergeholfen. Gefallen am Teufel Concept E Magnum Power Edition gefunden? Dann ab zu Teufel und bestellen! 🙂

Veröffentlicht von

Uli

IT-Nerd und Admin

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